Putzlappen gegen Shell

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Greenpeace-Ehrenamtliche sammeln bundesweit Putzlappen für den Ölkonzern Shell

Wenn der Konzern in der Arktis bohrt, wird er irgendwann dort Öl wegwischen müssen. Die Greenpeace-Gruppe Weilheim sammelte daher auch am Samstag, den 04.07.15 für einen riesigen Lappen.
Dazu konnten kurzfristig  die Inhaber des "Biomichl" für einen Greenpeace-Stand in ihrem Geschäft gewonnen werden.
Das neue Gebäude des Biomarktes ist angenehm kühl, und so waren nicht nur die Ehrenamtlichen sondern auch die "Kunden" froh, bei über 30 Grad die "Putzlappen-Aktion" überwiegend im Eingangsbereich des Marktes durchführen zu können.
Die Reaktion der angesprochenen Besucher war positiv bis sehr engagiert: über 150 Putzlappen wurden zwischen 10.00 bis 14.00 mit einer Botschaft versehen und unterzeichnet. 
Die Aktivisten waren  in 58 deutschen Städten unterwegs. Sie sammelten Stoffreste für den größten Putzlappen der Welt. Die tausende Lappen werden jetzt zu einem riesigen Feudel zusammengenäht und Shell übergeben.
Absurd? Ja, gewiss. So absurd wie der Glaube, die Arktis könne im Falle eines Ölunfalls wieder gesäubert werden. Trotzdem will Shell in diesem Jahr vor der Küste Alaskas erneut nach Öl suchen. Der genehmigte Zeitraum für die Bohrungen hat am 1. Juli begonnen. Die Bohrinsel Polar Pioneer sowie das Bohrschiff Noble Discoverer sind auf dem Weg nach Norden zur Tschuktschensee.