Luftschadstoffe aus Diesel-PKW

Media

Am Samstag, 11.03.2017, informierten wir die Passanten in der Schmiedstraße über Luftschadstoffe, die vor allem von älteren Dieselfahrzeugen emittiert werden, und hatten auch einige Lösungsmöglichkeiten zu bieten. Ähnliche Aktionen führten Greenpeace Gruppen Anfang März in 58 deutschen Städten durch.

Anlass ist ein Vertragsverletzungsverfahren, dass die EU  gegen Deutschland eingeleitet hat, weil die Grenzwerte für Stickoxide bei mehr als der Hälfte der offiziellen Messstationen seit Jahren überschritten werden. Stickoxide verursachen Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sind jeses Jahr für 10 000 vorzeitige Todesfälle allein in Deutschland verantwortlich. Der Autoverkehr verursacht außerdem auch nicht minder gefährliche Luftschadstoffe wie Feinstaub und bodennahes Ozon und heizt durch CO2-Emissionen den Klimawandel weiter an.

Zahlreiche Passanten nutzten die Gelegenheit, um sich mit selbstklebenden Herzen für Maßnahmen zur Verbesserung der Luft- und Lebensqualität in Weilheim auszusprechen. Am häufigsten wurde "Vorfahrt für Fußgänger und Radfahrer" sowie "Räume für Menschen - nicht für Autos" gefordert. Auch Tempobegrenzungen (und Kontrollen) und mehr autofreie Zonen wurden gewünscht. Einen kostenlosen Öffentlichen Nahverkehr fanden weniger Standbesucher wichtig, aber viele wünschten sich engere Taktfrequenzen und günstigere RVO-Busse.

Interessierte  konnten am Greenpeace Stand außerdem für die Einführung der "Blauen Plakette" zur Umsetzung von Fahrverboten für ältere Dieselfahrzeuge in Innenstädten unterschreiben.