Feinstaubmessung in Weilheim

Media

Die Greenpeace-Gruppe Weilheim hat ihre neueste Errungenschaft getestet: Ein von dem Weilheimer Informatikstudent Samuel Knöthig nach einer Anleitung des „OK Lab Stuttgart“ gebautes und für den mobilen Einsatz modifiziertes Feinstaubmessgerät.

Es wurden an vier verschiedenen Stellen in Weilheim Messungen der Feinstaubkonzentration (PM 10 und PM 2,5) durchgeführt. Die Messergebnisse an diesem Tag mit Wind und leichtem Schneefall lagen erfreulicherweise unter den Grenzwerten, selbst am vielbefahrenen Rathausplatz. Da die gesamte Messvorrichtung bequem in einen Fahrradanhänger passt, werden diese Messungen in den nächsten Monaten weitergeführt, um unterschiedliche Ausgangslagen wie Wetter- und Verkehrslagen und die Auswirkungen von Heizperioden zu untersuchen.

Wenn das Messgerät gerade nicht im mobilen Einsatz ist, zeichnet es die Feinstaubwerte in einer Weilheimer Wohnstraße auf und sendet diese außerdem an das „OK Lab Stuttgart“. Unter www.luftdaten.info kann dort jeder die aktuellen Messwerte eines umfangreichen Netzes privater Sensoren auf einer Karte einsehen. Ein weiterer Sensor ist von Greenpeace Weilheim in Peißenberg geplant. Von staatlicher Seite gibt es in Deutschland lediglich 200 Messstellen für Feinstaub, die einzige zwischen München und Garmisch liegt in Andechs.

Feinstäube werden hauptsächlich von Straßenverkehr, Heizungen und Industrieanlagen emittiert. Die Konzentration wird außerdem stark vom Wetter, Niederschlägen und Durchmischung der Luftschichten, beeinflusst. In hohen Konzentrationen verursacht Feinstaub Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Über die gewonnenen Erkenntnisse aus den Messungen werden die amtlichen Stellen und natürlich die Öffentlichkeit informiert.